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7/19/2016

Meine Mom Uniform

Viele Lebensveränderungen bringen auch einen neuen Look mit sich. Oft ist es ein neuer Job, der die Kleiderwahl beeinflusst, mal auch ein neuer Partner und manchmal auch einfach nur die Lust auf etwas neues. Die wohl größte Veränderung im Leben bringt aber ein Kind mit sich. Alles ist anders; zumindest für einige Zeit. Das meiste davon ist schöner, keine Frage. Doch mit der Veränderung hin zum Mamasein kommt auch nicht selten die Frage auf: "Was zum Teufel zieh ich nur an?!" Für die meisten modeinteressierten Mamas steht fest, dass sich der eigene Look kaum ändern soll. Immerhin bleibt man ja weiterhin man selbst. Nur halt eben mit Kind. Doch die Anforderungen an den neuen Look wachsen mit jeden Tag und verändern sich auch rasend schnell. Eben war noch die Möglichkeit zum Stillen das wichtigste Kriterium und plötzlich muss das Outfit spielplatztauglich und fleckenresistent sein. Da gibt auch irgendwann die begeistertste Fashionista auf und fügt sich der Mom Uniform bestehen aus Jeans und Shirt. 
Auch bei mir hat sich der Look ziemlich verändert. Während ich vor und auch während der Schwangerschaft sehr gerne Kleider getragen habe und kaum Jeans im Schrank hatte, so ist es nun eher umgekehrt. Ich habe wohl in den letzten 10 Jahren nicht so viele Jeans gekauft, wie in der Zeit seit Lennons Geburt. Und ich liebe jede davon! Im Moment muss mein Look vor allem praktisch und bequem sein. Natürlich sollte es nebenbei auch noch ganz passabel aussehen. Allerdings sind die Ansprüche an die Optik schon etwas geschrumpft. Und so bin ich bei der Mom Uniform angekommen: Jeans und Shirt. Um auch richtig schön das Klischee zu bedienen, habe ich als perfekten Schnitt auch noch (etwas spät, ich weiß) die Mom Jeans für mich entdeckt. Highwaist trifft auf lässiges Bein. Insgesamt für mich perfekt. Dazu gibt es dann jetzt im Sommer ein weißes T-Shirt  oder eine luftige Bluse und meine geliebten Birkenstock. Fertig ist mein perfekter Mom Look. Simpel, lässig, bequem. Wenn auch etwas langweilig... Aber so ist das halt mit Uniformen...
Hier meine drei aktuellen Favoriten:
(Fotos via stylefruits.de)



Freizeitoutfit - We are all wild things
Creme, Gold & einer kleiner, wilder Wunschtraum


Freizeitoutfit - Black & White
Klassisch in black & white

Freizeitoutfit - Plain White T
Mit einem Hauch Pink...

6/30/2016

Einfach mal Blau machen...

In den nächsten Monaten stehen bei uns einige Sommerfeste an und ich habe ausnahmsweise mal nach einer Alternative zum kleinen Schwarzen gesucht. Und gefunden: das lange Blaue! Auch wenn ich sonst immer liebend gern zu Schwarz greife, so ist doch Blau im Vergleich einfach etwas entspannter, lässiger und unkomplizierter und passt so auch viel besser zum Sommer. Und auch die lange Variante erscheint mir für laue Sommerabende passender. Mit einem Hauch Hippie Feeling lassen sich bodenlange (!) Kleider ganz wunderbar kombinieren. Sie sind tagsüber und auch abends eine echte Alternative zur beinfrei Variante. 
Mein aktueller Favorit stammt von Esprit, ist aus luftig leichter Viskose, schmal geschnitten und einfach ganz wunderbar clean und unkompliziert. Tagsüber einfach ein Paar Birkenstock an und fertig! Abends darf es dann gern etwas mehr sein. Meine Lieblingskombi für die anstehenden Sommerfeste ist mit gelben Accessoires und einem bunten Blümchenblazer ebenfalls von Esprit. 

Abendoutfit - Long Blue Dress
Foto via stylefruits.de 


Mit meinem neuen Lieblingskleid werde ich sicher so einige laue Sommerabende verbringen, leckeren Wein trinken und Glühwürmchen suchen. Hach... Ich freu mich drauf...

6/01/2016

Lesetipp: Der Mama Styleguide

Auch wenn ich mit diesem Tipp einige Monate hinterher hinke, möchte ich es mir nicht entgehen lassen, euch ein besonders tolles Buch zu empfehlen: "Der Mama Styleguide".
Im März diesen Jahres kam es raus und liegt seitdem bei mir immer in Reichweite. Denn es kein Buch, das man so in eins durchlesen sollte. Es ist eins, das einen immer ein bisschen begleitet, das einem Inspiration gibt und einen daran erinnert, dass Stil so einfach sein kann. 
"Der Mama Styleguide" ist ein Buch, das Lust auf Mode und Lifestyle macht und das einer ganz normalen Mama aber auch die "Angst" (ein etwas zu hartes Wort, aber ihr wisst, was ich meine) davor nimmt. Denn die Portraits dieser vielen tollen Mamas zeigen, dass eine große Portion Lässigkeit das wohl wichtigste bei anziehen, wohnen und leben mit Kindern ist. Jede einzelne dieser Mamas versprüht Leichtigkeit, Freude und Charme. Jede ist auf ihre eigene Weise ganz furchtbar sympathisch unperfekt perfekt. Und genau das zeigt dieses Buch uns anderen Mamas da draußen: Perfektion ist langweilig! Etwas eigenwillig, ziemlich lässig und manchmal auch ein bisschen chaotisch sind nicht nur die Mamas in diesem Buch, sondern wohl auch die Mama an sich. Das Buch ist eine Hommage an ein entspanntes, aber trotzdem (oder gerade deswegen?!) stylisches Leben mit Kind. Es zeigt die verschiedenen Rollen, in die Frauen im Familienleben schlüpfen und es zeigt, wie wir mit kleinen Details ganz einfach eine Prise Stil in unser Anziehen, Wohnen oder Leben streuen können. 
Viele der portraitierten Mamas, und auch die beiden Herausgeberinnen Jules Villbrandt und Janine Dudenhöffer, sind in der Welt der bloggenden Mamas sehr bekannte Gesichter. Während Jules Villbrandt als Fotografin durch Berlin zieht und die tollsten Mamas vor die Linse bekommt, gehört Janine Dudenhöffer zum Team des "Mummy Mag". Beide zusammen haben mit diesem Buch ein echtes Herzstück für (werdende) Mamas geschaffen. 
Danke für diese fabelhafte Inspiration!



2/26/2016

Fairness, Flares & Fashion

Mit der Mode ist es ja so eine Sache für sich. So richtige No-Gos gibt es eigentlich gar nicht mehr. Denn nicht selten wird genau das Trend, was noch vor einer Saison verpönt war. Das war so bei Leggings, Latzhosen und zuletzt auch bei der guten alten Schlaghose. Während ja noch in den 2000ern die Hosen nicht eng genug sein konnten, fing es mit dem neuen Jahrzehnt auch schon relativ bald an, beintechnisch etwas weiter zu werden. Boyfriend Styles kamen und schenkten uns Lässigkeit gepaart mit der Bequemlichkeit einer Jogginghose. Aber noch wie vor war klar: Die Hose bleibt unten eng! Doch irgendwann war es dann soweit: Die ersten Schlaghosen wurden auf den Laufstegen und in den Magazinen gesichtet. Schnell war auch der Trend auf der Straße zu finden. Lässige Retro Looks mit Hippie Einflüssen eroberten die Läden und unsere Herzen. Und auch wenn ich es mir noch vor einigen Monaten nicht vorstellen konnte, ist auch die erste Schlaghose in meinem Kleiderschrank gelandet. Erinnerungen an meine Jungend werden wach... 
Da ich privat aber eher auf cleane, einfache Looks stehe, kombiniere ich die Hose eher mit Baseballshirt, langem Cardigan und meinen Lieblingsboots. Wenn dann ein Teil des Outfits noch von einem Fair Fashion Label ist, bin ich verliebt! Hier einer meiner aktuellen Lieblingslooks mit Teilen von Armedangels. Mir gefällt's!


Freizeitoutfit - Fair Flares
Foto via stylefruits.de

8/05/2015

Back to Black

Wer hier schon länger mal vorbei schaut, dem ist meine Liebe zur Farbe Schwarz sicher nicht entgangen. Und auch wenn ich seit einiger Zeit immer mal wieder zu dem viel freundlicheren Dunkelblau und ab und zu sogar zu reinem Weiß greife, so ist nach wie vor ein Großteil meiner Garderobe schwarz. Besonders Klassiker und Basics gesellen sich immer noch in der dunkelsten Schattierung in mein Ankleidezimmer. Und da passt es mehr als gut, dass ausgerechnet Schwarz in diesem Herbst DIE Trendfarbe ist. Damit es aber nicht zu sehr nach Grufti oder Konfirmation aussieht, gibt es einige wichtige Regeln:

- eher cleane Schnitte bevorzugen
- immer einen Gegenpol in hellen Farben einbauen (Tasche, Schmuck etc.)
- schlichtes, aber eher kräftigeres (nicht zu dunkel) Make-up (Schwarz schluckt viel von der Gesichtsfarbe)
- auf feine, hochwertige  Materialien setzen
- UNBEDINGT vor dem Verlassen des Hauses abfusseln
- prüfen ob die verschiedenen Kleidungsstücke den gleichen Schwarzton haben
- eher mit Jeans, als mit weiß kombinieren (Konfirmation lässt grüßen)
Mit diesen Regeln steht einem fröhlichem Auftritt in Schwarz nichts im Wege.
Hier einige Key Pieces aus den aktuellen Kollektionen (alle Bilder über Karkalis Communications):


Poncho von Garcia Jeans

Mantel von Long Tall Sally

Skinny Jeans im Lederlook von Takko

Reiterstiefel von Varese über Roland


7/29/2015

Herbstgelüste

Passend zum aktuellen Wetter tummeln sich trotz theoretischem Hochsommer so langsam aber sicher die neuen Herbstkollektionen in den Läden. Und wie jedes Jahr um diese Zeit wächst bei mir die Freude auf die kühlere Jahreszeit und ich stelle mich langsam auf den nahenden Herbst ein. Ende Juli geht es dann bei mir langsam mit der Einkaufsplanung los: Was brauche ich aus den neuen Kollektionen DRINGEND? Was kann ich wie kombinieren? Welchen Trend spare ich mir? Insgesamt  ist mein Stil mit der neuen Rolle als Mama etwas entspannter, lässiger und praktischer geworden. Trotzdem werde ich auf keinen Fall zu Funktionsjacke und Allwetterschuhen wechseln. Stattdessen habe mich für den kommenden Herbst für einige Klassiker entschieden und werde vermehrt auf Jeans und Cardigan setzen. Farblich bleibe ich bei meinen üblichen Verdächtigen und setze weiterhin auf Schwarz, Weiß und Dunkelblau. In einigen dieser Teile werde also in diesem Herbst mit unserem Sohn und seinem Kinderwagen in Pfützen tanzen, durchs Laub laufen und vor Regen schützen. 
Ich freu mich drauf!



Freizeitoutfit - Durch den Herbst laufen...
Chelsea Boots, weiße Sneaker, Reiterstiefel, Hunter Boots & College Loafer: Mit Klassikern an den Füßen durch den Herbst. (via stylefruit.de)


Freizeitoutfit - Vor Wind und Wetter
Blazer, Trenchcoat, Jeansjacke, Parka & Cardigan: Ebenso klassisch geht es bei den Jacken zu. (via stylefruit.de)
Freizeitoutfit - Beinkleider
Schwarze Jeans, Lederleggings, blauer Jeansrock, schwarzer Tulpenrock & destroyed denim: Weniger klassisch, dafür etwas rockig. (via stylefruits.de)


Freizeitoutfit - A dress (or more) to impress!
Kleider in Blau & Schwarz, Jeans & Strick: Gemütlichkeit pur. (via stylefruits.de)

Freizeitoutfit - Blusenwunder
Blusen gehen immer! Schwarz, Weiß & Blau; gemustert & uni. Ein wahres Blusenwunder! (via stylefruits.de)

Freizeitoutfit - just pull over
Im Herbst ist ständig Sweater Weather! Klassisch bleibt's in Schwarz, Weiß & Dunkelblau. (via stylefruits.de)

Freizeitoutfit - It's all about the accessories!
Nicht ohne Accessoires! Etwas rockiger zu all den Klassikern... (via stylefruits.de)

2/02/2015

And after all, you're my Overall...

Nicht nur immer Sommer ist ein Overall oder Jumpsuit eine prima Alternative zu Hose oder Kleid. Sie sind bequem, lässig und easy peasy zu kombinieren. Egal ob für tagsüber oder abends zum Ausgehen; der Overall ist eine einfache aber coole Lösung.
Natürlich sind meine Lieblingsvarianten die mit hohem Wohlfühlfaktor, aber es muss ja auch ab und zu etwas schicker sein.
Meine aktuellen drei Favoritenkombis sind ziemlich unterschiedlich.

All you need is Leo: Schwarzer Basic Overall mit Leo Boots, Jutebeutel und Loop. Dazu Schmuck in Rosegold. Lässig und schick zugleich. Und damit mein absoluter Favorit für (fast) alle Gelegenheiten. 

Freizeitoutfit - All you need is Leo



Nude Jeans: Jeanslatzhose in used Optik mit Streifenshirt und Accessoires in Nude. Prima Kombi für die City, zum Kaffeeklatsch oder eben für jeden Tag. 

Freizeitoutfit - Nude Jeans



Take me out Tonight: Glitzer, Glitzer, Glitzer und Gold. Meine Lieblingskombi für die lange Partynacht. Vielleicht für den Geburtstag der kleinen Schwester im kleinen Rahmen etwas overdressed, aber für große Feste oder Clubnächte eine prima Alternative zum LBD. 

Partyoutfit - Take me out Tonight
Alle Outfits via stylefruits.de

8/09/2014

Die Trends von morgen

Kaum hat uns der meteorologische Sommer erreicht, sind die Läden der einschlägigen Modehäuser on- und offline prall gefüllt mit dem Neusten für den kommenden Herbst. Während wir schwitzend mit so wenig Kleidung wie möglich die Hitze überstehen, warten in den glücklicherweise gut klimatisierten  Läden Jacken, Strick und co. Doch wie soll sich denn auch die Modebegeistertste jetzt schon mit den Trends für den Herbst eindecken? Denn anprobieren scheint bei den Temperaturen draußen schier unmöglich. Also gehen wir doch die kommende Saison erst mal in der Theorie durch und füllen einfach fleißig Warenkörbe und Wunschlisten und lassen uns online und schweißfrei inspirieren. Auf Blogs, in anderen Zeitschriften oder aber auch direkt auf den Online Portalen der Shops bekommt ihr schon einen Eindruck von dem, was kommt. Einen kleinen Überblick über die fünf wichtigsten Trends bekommt ihr aber natürlich auch hier.
Was also erwartet uns denn modisch so in der kommenden Saison? Generell wird natürlich Strick eine große Rolle spielen. Passend zu den kühleren Temperaturen kommt das wärmende Garn in den verschiedensten Variationen daher und hüllt uns in behagliche Outfits mit Kuschelfaktor. Auch Hosen, Kleider und Röcke verfallen der Wollust und präsentieren sich weich und warm. Ein Trend, der nicht nur eher einfachgestrickte Modefans begeistert, sondern auf der Fashion Skala 2014 ganz weit oben steht. Ein Tipp für alle DIY Fans: Fangt doch gemütlich am See schon mal mit Stricken an. Dann habt ihr zum Saisonbeginn ein cooles, individuelles Unikat.
Auch im nächsten Trend spielt der Kollege Strick eine große Rolle. Denn es wird rustikal. Gepackt von der Wanderlust und inspiriert von nordischen Weiten wird der Look auch abseits von Wanderwegen alltagstauglich. Grober Strick, Karohemden, Norwegermuster, Lederapplikationen und gedeckte Farben sind typisch für den Stil der Wanderer und werden gepaart mit klobigen Boots nicht nur trendy, sondern auch wahnsinnig bequem. Und für die ausgedehnten Shoppingtouren zu Beginn der Saison muss es ja fast so bequem und belastbar sein, wie beim Erklimmen der Zugspitze.
Der dritte Trend im Herbst treibt es ziemlich wild und muss daher mit dem restlichen Outfit gezähmt werden. Dezente Basics und edle Accessoires machen aber das Leo Muster auch im Herbst 2014 zum Trend ohne Billigimage. Aber Vorsicht vor zu viel Raubkatzenattitude. Das kann schnell ins Auge gehen. Wichtig sind cleane Schnitte und edle Materialien. Also Finger weg von Polyester & so. Sonst lässt ruck zuck Peggy Bundy grüßen.
Auch mein vorletzter Favorit benötigt im restlichen Styling etwas Zurückhaltung. Aber mit den richtigen Begleitfarben ist dann die Farbe Orange der absolute Knaller. Profis greifen zum allover Look und bringen so jede Menge Farbe in den Herbst. Allen Neulingen auf dem Gebiet der Orangerei rate ich zu dezenten Aktzenten auf Nägeln, Taschen, Schuhen und co. Aber bitte nicht dem Irrglauben verfallen, dass Orange das neue Schwarz sei. Denn seien wir mal ehrlich: Das wird keine Farbe schaffen. In Kombination sind die beiden Farben aber auch für abends ein absolutes Traumpaar. 
Nummer fünf auf meiner Trendliste scheint auf den ersten Blick ziemlich einfach zu sein, denn beim Boho/Gypsi Look werden einfach, so scheint es, alle Farben, Materialien, Stile und Formen wild miteinander kombiniert. Aber was auf den ersten Blick völlig willkürlich wirkt, ist in Wahrheit die hohe Kunst des Anziehens. Denn für diesen Look ist viel Fingerspitzengefühl und Kombinationstalent gefragt. Generell dominieren hier Stilbrüche und Gegensätze gepaart mit Vintage Teilen. Aber ein roter Faden sollte immer zu sehen sein. Anfänger bleiben also erst mal in einer Farbfamilie oder kombinieren maximal zwei Teile eher mit Basics. Profis hingegen wissen genau, wie sie diesen Look rocken. Key Pieces sind hier zum Beispiel Spitze und Seide gepaart mit grobem Strick und Kunst(!!!!!!)Pelz.
So, nun wünsch ich euch mit meinen Fab Five viel Spaß im Getümmel der neuen Trends. Bei der bunten, wilden und abwechslungsreichen Mode im Herbst 2014 sollte doch für jeden von euch was dabei sein.

Alles Liebe, eure Anna ♥

6/15/2014

Fashion Festival

Mit dem Beginn der Sommersaison beginnen auch noch so unendlich viele andere Highlights. Die Grillsaison rettet jedes Abendbrot,  die Garten- und Balkonzeit schenkt uns einen sonnigen Teint und auch die Garderobe wird leichter, luftiger und lässiger. Aber mit den warmen Monaten beginnt auch besonders für Musikliebhaber eine spannende Zeit. Denn mit dem Beginn der Sommerzeit wird die Festivalsaison eingeläutet. Auf der ganzen Welt finden von Ende April bis in den September  hinein die verschiedensten musikalischen Get-togethers statt.  Startschuss für die unbeschwerte Zeit der Festivaljünger findet seit nun knapp 15 Jahren Ende April im US-Bundesstaat Kalifornien statt. Das Coachella Festival  ist seit Ende der 90er Jahre das vorzeige Festival der USA und steht wie kein anderes für Mode und Style mit einer ordentlichen Portion Hippie Flair. Der seit Anfang der 2000er Jahre angesagte Boho Look wurde unter anderem auch dort geboren. Das typische Coachella Outfit ist lässig, sexy und eben mit richtig viel Flower Power. Fransenshirts, Jeansshorts und Blumen im Haar sind Pflicht. Musikalisch geht es beim Coachella eher rockig zu. Indie, Alternative, Rock, ein bisschen Hip Hop und Electro stehen bei dem dreitägigen Festival auf dem Plan. In diesem Jahr gaben sich unter anderem Bands wie Muse, Pixies, Queens of the Stone Age und Mötorhead die Ehre. Aber auch Beyonce und Justin Bieber waren als Überraschungsgäste auf der Bühne. Für Abwechslung war also definitiv gesorgt. Modisch ging es da etwas einheitlicher vor. Blümchenkleider, runde Sonnenbrillen, Spitze und natürlich jede Menge gebräunte Haut bestimmten den 2014er Look der musikalischen Fashionistas. Hier trafen die 90er Jahre auf 60er und 70er und zusammen ergibt das den mittlerweile typischen Coachella Look.
Ähnlich cool und stylisch, aber mit erheblich schlechterem Wetter geht es beim Glastonbury zu, dem wohl bekanntesten Festival Englands. Im kommenden Juni trifft sich dort alles, was musikalisch etwas zu sagen hat. Das Line-up ist abwechslungsreich, bunt gemischt und das who is who der aktuellen Musikszene.  Wo sonst könnte man wohl Metallica, The 1975 und Dolly Parton an einem Wochenende sehen? Aber das Kult Festival von der Insel hat nicht nur musikalisch einiges zu bieten. Auch modisch werden einmal jährlich in dem kleinen Örtchen im Süden Englands weltweite Trends geboren.  Prinzipiell landet eigentlich alles, was Kate Moss an dem besagten Wochenende trägt auf den Seiten der Modemagazine. Und sowohl die Barbour Jacke, als auch die Hunter Boots verdanken ihren Platz in den Schränken und Herzen der Fashionistas dem Glastonbury Festival.
Wenn ich mir vor allem die Mode und die Trends dieser beiden Festivals anschaue, stellt sich mir aber doch sofort die Frage, warum die meisten Festivals bei uns eher an Karneval als an Fashion Week erinnern. Während beim Coachella oder Glastonbury Trends geboren werden und ganze Looks um die Welt gehen, besteht die Mode der deutschen Festivalgänger aus Regencape und Gaffatape. Natürlich ist das auch wetterbedingt, aber in England klappt es doch auch mit der Mode. Trotz Regen und Matsch. Manchmal lohnt sich vielleicht der Blick zu unseren Nachbarn oder über den großen Teich, um modische Inspiration zu finden. Dann klappt’s auch mit dem lässigen Festival Look.
Aber egal, was ihr anhabt, genießt die Festival Saison und lasst es krachen. Denn eigentlich stehen ja Musik und Feiern im Vordergrund.

Alles Liebe, eure Anna