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8/10/2013

Modemetropole Berlin?

In der Welt der Mode gibt es um unsere schöne Hauptstadt an der Spree die eine oder andere Diskussion. Kenner und namenhafte Insider des glitzernden Business streiten sich immer wieder um die Zugehörigkeit Berlins in die Riege der waschechten Modestädte. Unlängst wurde die Eröffnung eines Flagship Store einer amerikanischen Marke aus dem Bereich Street- und Sportswear in Berlin von Seiten des Labels verweigert. Die Begründung? Berlin sei „… nicht glamourös genug.“ Auch wenn Berlin gern das Image „arm aber sexy“ pflegt, so ist diese Aussage doch eher fragwürdig. Und führt zu der Schlussfolgerung, dass Mode anscheinend immer mit Glitzer und Glamour zusammenhängt. Aber muss denn eine Modemetropole auch gleichzeitig glamourös sein? Geht es nicht bei Mode mehr um Kreativität, Individualität und Persönlichkeit? Was qualifiziert denn eine Stadt zu einer Modemetropole?
Ein klares Indiz für die Zugehörigkeit zu den großen Modemetropolen ist gewiss die Existenz einer ansässigen Fashion Week: ein bestimmter Zeitraum pro Saison, in dem das Neuste, Beste und Schönste für die übernächste Saison gezeigt wird. Laufstege, hochkarätige Designer, internationale Topmodells und ein exklusives Publikum sind an der Tagesordnung. Laut dieser Definition dominierten hier bisher immer die „großen Vier“: die größten, schönsten und besten Städte für die hohe Kunst der Mode. Angeführt von Paris, dem ewigen Klassiker in Sachen Mode gehören in die Reihe der „Fab Four“ Mailand, London und New York. In allen vier Städten findet zweimal im Jahr ein fantastisches Spektakel statt, bei dem die Top Designer ihre neusten Streiche präsentieren. Besonders in Paris dreht sich alles um die „Haute Couture“; die höchste Form der modischen Kunst. Die Mehrheit der gezeigten Kollektionen werden es niemals bis zu uns, der „normalen“ Kundin, in den Kleiderschrank schaffen, denn alles ist streng limitiert, unerschwinglich und nur bis Größe 34 produziert. Allein eine Eintrittskarte zu einer der exklusiven Schauen ist unbezahlbar… Das Herz eines jeden Modemädchen schlägt höher beim Anblick jener Kleider, Schuhe oder Accessoires. Und auch wenn es in New York, London und Mailand nicht ganz sooo hochfein ist, so sind auch diese Kollektionen meist von den ganz großen Designern oder zumindest von denen, die es mal werden wollen.  Doch was ist denn nun mit Berlin? Ist unsere Hauptstadt denn mittlerweile auch das, was man eine Modemetropole nennen kann? Zumindest gibt es seit 2007 auch, wie in den anderen vier Städten, zweimal im Jahr die Berliner Fashion Week. Alles, was im Fashion Business einen Namen hat, macht sich im Januar und im Juli auf an die Spree und lässt sich von den kommenden Kollektionen inspirieren. Neben den unbekannteren Jungdesignern geben sich auch die ganz Großen der Modewelt die Ehre und zeigen, was sie können. Neben den klassischen Modenschauen mit Laufsteg, Modell und neuer Kollektion gibt es in der Woche in Berlin zahlreiche Show Rooms, Messen und andere Events, bei denen sich alles um die schöne Welt der Mode dreht. Im alten Flughafen Tempelhof findet zum Beispiel mit der „Bread&Butter“, eine der größten Streetwear Messen der Welt statt. Große Labels, kleinere Newcomer, Moderedakteure, Einkäufer und Blogger aus der ganzen Welt treffen sich mitten in Berlin, um einen Ausblick auf die modische Entwicklung zu werfen. Und bei den meisten dieser Kollektionen können wir sicher sein, dass auch für uns etwas dabei ist. Alles in Berlin scheint etwas weniger angehoben und etwas realer zu sein, als das, was wir aus Zeitschriften und Blogs über die anderen Modemetropolen gelesen haben. Und vielleicht ist es ja eben dieses Stückchen Realität, was Berlin zu einer waschechten Modemetropole macht. Die Mischung aus großen Namen, jeder Menge Kreativität und einer großen Portion Streetstyle macht Berlin zu dem, was es wohl momentan noch ist: eine Modemetropole mit Fragezeichen.
Alles Liebe,
eure Anna <3


PS: Das oben erwähnte Label aus den USA ist aktuell bei einer großen deutschen Supermarktkette im Angebot. Sehr glamourös…

3/05/2012

Was haben Brot und Butter mit Mode zu tun?


Dies galt es nun Ende Januar rauszufinden. Ich machte mich also auf, um der Hauptstadt zur Zeit der Fashion Week einen Besuch abzustatten und gleichzeitig mein erstes Mal auf der Bread & Butter zu erleben. Hinter dem ungewöhnlichen Namen versteckt sich eine der größten internationalen Fachmessen für Mode und Textil, die seit 2001 zwei Mal im Jahr stattfindet. Zunächst war Köln, dann Berlin, dann Barcelona und nun seit 2009 wieder Berlin der Schauplatz der bunten, hippen Street- und Urbanwear Messe. Unterteilt in verschiedene Sektoren zeigt sich die Modewelt in der Kulisse des Berliner Tempelhofs von seiner frischesten und aktuellsten Seite und präsentiert das, was wir alle ab Herbst 2012 tragen werden.
Angekommen in der komplett durchgestylten Szenerie unter dem Motto „High Fidelity“ heißt es nun gucken, gucken, gucken! Hier präsentieren sich dicht an dicht und begleitet von lauter, dumpfer Musik alles, was in der urbanen Modewelt Rang und Namen hat. Mal mehr und weniger spektakulär werden Marke und Kollektionen in Szene gesetzt und der noch jungfräuliche Zuschauer wird überschwemmt mit einer Welle von Farben, Formen und jeder Menge Inspiration. Egal ob ein Western Saloon, ein Britisches Pub, eine Eislaufbahn oder eine kleine Nähstube, die Labels lassen sich Spektakuläres einfallen, um sich von anderen abzuheben. Erschlagen von so viel visuellem Input, erhole ich mich gern bei den etwas schlichter inszenierten Labels. Denn neben den wirklich Großen aus diesem Bereich haben auf der Bread & Butter auch die Kleineren, Unbekannteren die Möglichkeit, sich der Welt der Einkäufer, Presse und Konkurrenten zu stellen. Mit kleinen Gimmicks, viel Info-Material und einer tollen, aber weniger pompösen Inszenierung schaffen es hier  auch die Kleineren, die Aufmerksamkeit der Masse zu bekommen. Weit und breit aber kein Hinweis auf die Herkunft des Namens.
Schnell schiebe ich mich aber tapfer weiter durch die Masse aus Hipstern, Fashionistas, Vertretern, Bloggern und Anderen in der Hoffnung, das Rätsel noch zu lösen. Kurz erblicke ich den momentan wohl bekanntesten Vollbartträger aus der Werbung und werde aber schon von dem Strom weiter getrieben. Aus einer ruhigen Ecke kann ich nun das ganze Specktakel von oben betrachten und stelle fest, dass für alle Anwesenden wohl Mode der eigentliche Lebensinhalt ist. Beruflich und wie es scheint auch privat haben die Menschen hier wohl hauptsächlich mit Mode, Style und dem aktuellen Zeitgeist zu tun. Noch nie habe ich eine Ansammlung so vieler kreativer, individueller, stilsicherer und modebewusster Leute gesehen! Es scheint, als leben sie für und mit der Mode und als sei diese so wichtig wie die Luft zum Atmen, oder eben das tägliche Brot zum Essen ist. Kann dies die Lösung sein? Müde vom vielen gucken nehme ich diese naheliegende Deutung des Rätsels dankbar an und fahre zurück in das weniger hippe, gar nicht spannende und modische hinterherhinkende  Braunschweig. Ein Glück!

Alles Liebe, eure Anna ♥

1/09/2012

Hotels in Paris buchen und die Stadt der Mode besuchen

Ein Aufenthalt in Paris zum Shoppen ist ein Traum für jedes Mädchen. Einen günstigen Flug und günstige Hotels in Paris bekommt man eigentlich immer und shoppen kann man zu jeder Jahreszeit. Das bekannteste Kaufhaus in Paris ist die Galerie Lafayette. Unter der spektakulären Kuppel des Kaufhauses befinden sich Modemarken wie Prada, Armani oder Chanel. Dort finden auch regelmäßig Modeschauen oder Ausstellungen statt. 
Doch das eigentliche Highlight ist die Fashion Week, die zwei mal im Jahr in den größten und wichtigsten Mode-Städten der Welt statt findet. Und da ist Paris natürlich die Nummer 1! Alles was Rang und Namen hat ist hier vertreten. Und zu diesen zwei Terminen im Jahr trifft sich die die Oberliga der Mode und namenhafte Haute Coutoure wie Vivenne Westwood, Jean Paul Gautier, Chanel und Givenchy zeigen ihre neusten Kollektionen. 
Es versammleln sich aber auch jedes Jahr wieder zahlreiche Stars in Paris und die First Rows bei den großen Shows sind ein einziges Who is Who der Promi-Welt. Deswegen ist diese Show auch für die meisten Designer DAS Highlight und die wichtigste Veranstaltung des Jahres.Zwar findet die Fashion Week ja auch in anderen Städten, wie Berlin, London oder New York, aber in Paris sind einfach ALLE vertreten. Nicht nur die Modebranche sondern auch alle Modezeitschriften und Vertreter der Industrie lassen sich die neusten Trends der Mode zeigen. Wenn man also zu genau dieser Zeit im Frühjahr oder Herbst ein günstiges Hotel in Paris gefunden hat, dann sollte man unbedingt den nächsten Flieger in die Modemetropole nehmen und versuchen eine Karte zu ergattern, was allerdings für Normalsterbliche fast unmöglich ist. Doch auch ohne Ticket ist Paris zu dieser Zeit immer einen Besuch wert. Die Streetstyles allein sind schon eine riesen Inspiration für jede Fashionista! 
Auch wenn zu dieser Zeit Paris extrem voll ist, lässt sich doch fast immer noch in dem einem oder anderen Stadtteil ein günstiges Hotel finden. Man sollte aber immer rechtzeitig buchen, nicht nur, wenn die Modewochen stattfinden, denn in Paris gibt es das ganze Jahr über Veranstaltungen und Messen und Touristen, die alle eine Unterkunft suchen. Am günstigsten ist es jedoch etwas außerhalb von der Innenstadt. Man braucht auch keine Angst bei der Lage haben, denn Paris hat einausgezeichnetes Verkehrsnetz. 
Also, schnell die Flüge checken und den nächsten Paris Urlaub buchen!

Gastartikel von TG